Die Gletscher

Von Haast aus ging es weiter nach Norden. Der Versuch, mir den Ships Creek und den Strand an seiner Muendung anzuschauen endete leider in einer schwarzen Wolke…FLUCHT…Von da an ging es ohne laengere Pause weiter. Das Wetter war ohnehin nicht so toll.Die Wolken hingen verdammt tief und immer mal wieder troepfelte es. Ansonsten ist das Wetter aber super, wenn man bedenkt das es in der Gegend im Jahr einen Niederschlag von 8000mm gibt. Der Tag endete dann mitten im Nirgendwo auf einem kleinen Campingplatz.
Am naechsten Tag war nichts mehr von Regen zu sehen und auch die Wolken zeigten Luecken. So setzte ich meinen Weg gen Norden fort. Gegen Mittag war ich dann am Fox-Glacier und hab einen kurzen Spaziergang zum Aussichtspunkt gemacht. Weiter ging es zum Franz-Josef-Glacier. Drei Huegelchen stellten sich mir in den Weg, aber ich war staerker 😉
Im ersten Anstieg merkte ich dann den ersten „Defekt“ an meinem Rad. Die vordere Schaltung wollte nicht mehr hochschalten. Am Anstieg koonnte mir das jedoch recht egal sein. Oben inspizierte ich dann die Schaltung. Nach laengerer Fehlersuche fand ich dann den Uebeltaeter. Ein kleiner Stein blockierte den Umwerfer. Nachdem der Stein wieder da war, wo er hingehoert ging die Reise weiter und ich wanderte wieder zu einem Aussichtspunkt. Die Fuehrungen auf die Gletscher hatten dann doch ein zu schlechtes Preis-Leistungs-Verhaeltnis.
Auf dem Campingplatz dort erfuhr ich dann auch, dass die Region wegen der Trockenheit zum Wassersparen aufgerufen wird. Da hab ich dann auch nur ganz kurz geduscht.
Bis dann, Henning

und wieder zurueck zu den Blutsaugern

Mein Weg fuehrte mich weiter von Te Anau zu den Mavora Lakes. Zuerst ging es noch bei bewoelktem Himmel auf dem State Highway gen Osten, doch dann wurde der Himmel immer blauer und ich bog ab auf die Gravel Road Richtung Walter Peak.

Am Campingplatz angekommen wurde ich schon erwartet…also schnell die Sandflies-Schutzkleidung angezogen, den Rest der Haut besprayt und dann schnell das Zelt aufbauen. Doch dann kam mein neuer Lieblingsfreud vorbei und hat angefangen, die Sandflies zu futtern. Dummerweise war er recht schnell satt :-(

Am naechsten Tag ging es dann immernoch bei blauem Himmel weiter ueber die einsame Gravel Road zur Walter Peak Highcountry Farm. Unterwegs musste ich eine Zwangspause machen, da gerade ueber die Strasse Kuehe hoch getrieben wurden. Es gibt schlimmeres…dafuer hab ich ja Buecher dabei.

Aber dann konnte es endlich das Tal hinunter gehen…

… und weiter zum Schiff…

… und ueber den Lake Wakatipu nach Queenstown.

Am naechsten Tag brauchte das Rad eine Pause und so begab ich mich auf den Ben Lomond, der rund 1300m ueber Queenstown seinen Gipfel hat und eine wunderbare Aussicht auf die Umgebung geboten hat.

Am Tag darauf ging es dann weiter nach Wanaka. Da der State Highway 6, der den Berg umgeht ja etwas fuer Maedchen ist, bin ich natuerlich oben drueber. Ausserdem kann ich mir ja nicht die hoechsten Highway entgehen lassen.

Und so ging es auf die 1076m, aber auch die waren irgendwann vorbei und fuer mich begann die Abfahrt nach Wanaka…

… vorbei an einem alten Landhotel.

Von dem sehr touristisch gepraegten Orten Queenstown und Wanaka ging es dann wieder etwas in einsamere Gegenden. Zuerst fuehrte mich mein Weg vorbei am Lake Hawea und wieder zurueck zum Lake Wanaka.

Dann ging es den Makarora River hinauf und wie sollte es auch anders sein…Wind aus dem Norden kam auf. Unterwegs machte ich einen kurzen Stop, um mir den Blue Pool anzuschauen. Ein etwas breiterer Teil eines Nebenarms, der wunderschoen blau ist.

Dann war es nur noch ein Kilometer, bis zu den Cameron Flats, wo ich mein Zelt wieder einmal mit Sandflies teilen musste. Aber die Aussicht auf den Mt. Brewster war super.

Heute ging es dann den Haast-Pass hoch, der niedrigste aller Paesse der Southern Alps und dann auf der anderen Seite wieder hinunter entlang dem Haast River.

Vorbei an vielen Wasserfaellen.

Gegen Abend hat sich der blaue Himmel nun erstmal verabschiedet und Wolken haben die Oberhand gewonnen. Ich hoffe mal nicht fuer Lange.

Henning

ps: Bei den Sandflies sind nur die weiblichen Tierchen boese…die maennlichen sind ganz artig und begnuegen sich mit Pflanzen.

 

Ein Traum in blau und gruen

Weiter geht die Reise…immer weiter. Auf und ab. Den Wind immer im Blick. So ging es ueber Clifden ins Fjordland. In Clifden hab ich mir mit drei Backpackern eine Hoehle angeschaut. Mal eine interessante Abwechslung zum Radeln im Gegenwind. In der Hoehle gab es neben Stellen zum Krabbeln und anderen Verengungen auch Gluehwuermer.

Einfach ein super Anblick, wenn in der voelligen Dunkelheit ploetzlich viele kleine Lichtpunkte auftauchen. Bei Licht ist der Anblick aber ein wenig anders 😉
Am Tag darauf war es endlich vorbei… der Wind hat endlich gedreht…Rueckenwind bis zum Lake Manapouri, an dem ich zwei Naechte verweilt habe.

Am freien Tag hab ich mir den See

ein Wasserkraftwerk und den Doubtful Sound angeschaut und das alles bei blauem Himmel und Sonnenschein.

Auf dem Fjord gabs neben der traumhaften Landschaft auch noch Seehunde

und Delphine zum Bestaunen.

Kurzum: Der Tag gehoert mit zu den Besten der Reise. Leider aber auch zu den Teuersten.
Heute habe ich dann nur einen kurzen Huepfer von Manapouri nach Te Anau gemacht und tanke wieder Nahrung, um dann morgen zu den Mavora Lakes zu radeln. Weiter geht es dann ueber Queenstown und Wanaka zur Westkueste.
Henning

The Catlins

Am naechsten Tag ging es dann weiter gen Sueden in die Catlins. In den Catlins ist zum groessten Teil der Asphalt noch nicht ganz angekommen, sodass es primaer auf Gravel Roads vorwaerts geht.

Zuerst habe ich mir vom Nugget Point aus The Nuggets angeschaut, viele kleine Felsen vor der Kueste.

Weiter ging es dann zur Cannibal Bay, wo ich mir ein paar Sea Lions angeschaut habe, die sich am Strand ausgetobt haben.

Weiter ging es zu den Purakanui Falls

…und zu Jacks Blow Hole, einer eingestuerzten Hoehle, die sich bei Flut mit Meerwasser fuellt.

Unterwegs gibt es dann immer mal wieder schoene Ausblicke auf die Kueste.

Als naechstes Standen dann die McLean Falls auf dem Programm, die etwas groesser waren, als die Purakanui Falls.

Auch einen Ausflug in den Urwald hab ich mal wieder gemacht. Bei einer meiner Wanderungen hab ich auch ein Schlammloch mitgenommen, dass mir bis zu den Waden mit Schlamm versorgt hat.

 

Das letzte Highlight der Catlins fuer mich war die Curio Bay, wo es ebenfalls ein paar Pinguine gab. Am Nachmittag gab es erstmal wieder nur die Jungtiere zu sehen, die auf ihre Eltern warten.

Nach laengerem Warten kam am Abend auch noch ein aelterer Pinguin mit Futter vorbei.

Heute ging es dann weiter nach Invercargil und dann nicht mehr weiter nach Sueden, sondern nach Westen. Das macht die Sache aber nicht besser, denn schon seit einer Woche weht hier unten ein southwesterly, wie er hier genannt wird. Starker Wind aus Suedwest…..so langsam koennte er mal in Nordostwind sich aendern 😉

Nichts desto trotz waren die Catlins auf jeden Fall die Reise wert! Ein sehr schoener und ruhiger Ort mit vielen wild lebenden Tieren.

Henning

Auf dem Weg zurueck an den Pazifik

Wie bereits angekuendigt ging meine Reise zunaechst erneut ueber einen Pass. Erstmal folgte ich noch dem Fluss ein wenig Richtung Pazifik, schaute mir Reste von maorischen Felsmalereien an und in Dunetroon war es dann erstmal vorbei mit dem angenehmen Teil. Langsam ging es aufwaerts von rund 160m auf 934m. Erst gemaechlich, dann 200m sehr steill und dann hoerte der Asphalt auf und es ging wellig weiter nach oben. Gerade waren die 500m erreicht, ging es wieder ein ganzes Stueck runter…bloeder Fluss… Naja aber das war dann auch bis zum Pass die letzte Abfahrt. Von nun an ging es erbarmungslos steil nach oben und die Sonne laechelte auf mich herab.

Nach zahllohsen Erholungspausen bin ich dann irgendwann oben auf dem Denseys Pass nahezu kraftlos angekommen. Bei den ganzen Pausen hatte ich immerhin genug Zeit, mir die ganzen Berge und Taeler anzuschauen. In der folgenden Abfahrt konnte ich mich wieder etwas erholen und hab es mit letzter Kraft bis Naseby geschleppt.
Am Tag darauf sollte es etwas leichter werden. Ich folgte den Central Otago Rail Trail von Ranfurly bis Middelmarch.

Eine alte Bahntrasse, die mittlerweile zu einem Radweg ausgebaut wurde. Schoen gemaechlich ging es weiter bergab, wiederum auf Schotter. Von Middelmarch bis Dunedin wird die Bahn noch fuer Touristen betrieben und gilt als eine der schoensten Bahnstrecken der Welt. Das wollte ich mir natuerlich nicht entgehen lassen. Am naechsten Tag fuhr der Zug aber nur bis Pukerangi, sodass ich die ersten 20km bis dahin noch radeln musste.


Mit etwas Verspaetung kam der antike Zug an und nahm mich mit auf eine wunderschoene Reise durch den Taieri George.

In Dunedin angekommen habe ich mir erstmal die sehenswerten Gebaude angeschaut (viele waren es nicht) und dann endlich mal wieder einen Supermarkt aufgesucht, der nicht schon leer gekauft aussah.
Heute habe ich mir die Otago Peninsula mit ihrer Pinguin-Kolonie angeschaut. Leider waren die Eltern gerade am Fische fangen, sodass nur ein paar Junge zu sehen waren.


Morgen geht es dann weiter in Richtung Sueden. Aber keine Angst, bald bin ich ganz im Sueden angekommen 😉
Henning, dem das Schreiben auf deutsch so langsam schwer faellt

Entlang der Southern Alps

So weiter geht es mit der Reise…

Weiterhin radelte ich auf dem Scenic Inland Highway entlang der Southern Alps gen Sueden. Beim Peel Forest habe ich dann einen kleinen Stop eingelegt. Ich war schon am Mittag da und so beschloss ich trotz der Wolken am Nachmittag noch etwas zu wandern. Ein echt schoenes Gebiet…ich bin mitten durch den Urwald. Hoch, Runter, durch den Bach, durch den Schlamm… wenn es da nicht irgendwann angefangen haette zu regnen. Als ich dann nach gut 2h wieder am Zelt war, war ich komplett nass. Mein Zelt war schon umgeben von Pfuetzen und es wollte und wollte nicht aufhoeren. Erst am spaeten Abend war dann das Wasser alle und am Morgen waren dann auch die Pfuetzen wieder weg und ich konnte meine Sachen zum trocknen aufhaengen. So wurde dann nur nichts aus der laengeren Tageswanderung. Aber gegen Mittag waren die Wandersachen wieder trocken und ich habe mir wenigstens noch ein paar Megabaeume angeschaut.

Der Baum hinter mir ist so rund 1000 Jahre alt…da kommt man sich ganz schoen jung vor 😉

Dann ging es weiter in Richtung Mt. Cook, dem hoechsten Berg Neuseelands. Nach nahezu zwei Tagen radeln kam er mir dann endlich vor die Augen. Unten in der Bildmitte der hohe Berg, das ist er, im Vordergrund ist der Lake Pukaki.

Von dort bin ich dann als einer der ersten ueber den neuen Alps2Ocean Radweg nach Twizel gefahren und von dort weiter zum Lake Oahu. Der Radweg war noch nicht ganz fertig, sodass ich an der eine oder anderen Stelle schieben musste und Radweg meint hier nicht unbedingt das gleiche, was es in Deutschland meint. Teilweise ging es einfach mitten durch die Landschaft und der Weg bestand aus den Spuren eines Quads.

Und immer weiter von See zu See… Unten zu sehen der Lake Benmore, an dessen Ende sich ein Wasserkraftwerk befindet, wie an nahezu jedem See hier.

Und so ging es dann den heutigen Tag weiter bis nach Kurow, wo ich jetzt meine Kraefte sammle, um morgen den Dansys Pass zu erklimmen.

Henning

Dieses und jenes aus Neuseeland

Dieses Mal moechte ich mal was zu anderen Dingen schreiben. Wie hier so der Hase laeuft, oder eben nicht mehr…
Denn das sehe ich recht haufig auf den Strassen: Kleintierkadaver mehr oder weniger platt gerollt. Auch so mancher Vogel liegt dort. Das sind dann immer kurze Momente des Blindflugs fuer mich.
Was mich jetzt eher freut ist die Verkehrsdichte im Sueden. Aber was will man auch erwarten, wenn hier Staedte mit 5000 Einwohnern schon Versorgungszentren sind und ich an diesen nicht allzu haeufig vorbei komme. Das erklaert aber auch das Einkaufsverhalten. In Deutschland liest man ja eher selten etwas von „Abgabe nur in handelsueblichen Mengen“. Hier ist das ganze etwas anders definiert. Maximal 5 (fuenf) Einkaufswagen. Auch gibt es Expresskassen, wenn man weniger als 12 Teile hat oder Selbstscannkassen. Einmal konnte man sich sogar mobile Scanner ausleihen und hat dann waehrend des Einkaufens die Waren erfasst und an der Kasse bezahlt. Sowas wuerde ich nach meiner Rueckkehr auch weiterhin nutzen wollen.
Joar, was koennte ich noch erzaehlen…Achja evtl. noch was ueber die Sonne und warum es beim Radeln in der Sonne so viel heisser ist als im Schatten. Also da waere das gute, alte Ozonloch… das ist hier direkt um die Ecke und deshalb ist die Sonne hier recht intensiv. Man bekommt hier auch nur Sonnencreme mit 30+ und 50+. So das wars nun erst mal wieder. Wenn ihr mehr wissen wollt, dann lasst es mich wissen…
Henning

Auf der anderen Seite der Southern Alps

Mittlerweile bin ich wieder auf der Ostseite der Suedinsel. Aber der Reihe nach….

Weiter ging es erstmal Richtung Westport. Auf dem Weg dorthin kam ich an der laengsten swinging bridge (Haengebruecke) Neuseelands vorbei. Sie geht in 17m Hoehe etwas mehr als 100 m ueber den Buller River, da musste ich natuerlich drueber. Ist schon ein komisches Gefuehl wenn man auf so einer Bruecke laeuft und der Boden die ganze Zeit wackelt.

In Westport habe ich dann meien Vorraete wieder aufgefuellt und bin dann noch weiter gen Westen zum Cape Foulwind gefahren und bin da unter anderem auf ein paar Schafe gestossen.

Am naechsten Tag fuehrte mich der Weg  ueber ein paar Huegel und auch direkt entlang der Kueste gen Sueden.

Vorbei an Punakaiki, wo ich mir die Pancake Rocks (Felsformationen an der Kueste) angeschaut habe.

In Greymouth habe ich dann wieder Nahrung gebunkert, denn mein Weg fuehrte mich nun ueber den Arthurs Pass. Eine laengere Strecke ohne halbwegs guenstigen Supermarkt. Genauer gesagt 4 Tage. Und dass alles musste dann hoch auf den Pass geschleppt werden…

Zuerst habe ich aber noch am Lake Brunner eine Rast eingelegt und mich vor dem Anstieg noch etwas in Moana erholt und wieder ging es ueber eine swinging bridge.

Dann wurde es aber ernst. Rund 700m musste ich nach oben. Anfangs war noch alles ganz einfach. Das Tal war breit und der Ansteig nur gemaechlich. Die letzten 400m hatten es dann aber in sich. Schilder sagten etwas von 16% und die Sonne tat ihr uebriges.

Aber irgendwann war die Schinderei dann doch vorbei und ich war oben.

Rund 8km hinter dem Pass war dann der Radeltag an einem kostenlosen DOC-Platz vorbei. Aber das Abenteuer ging weiter. Ich hatte gerade meine Nudeln verdrueckt und war am Fluss, die Sachen am saeubern, da wurde mein Rad und das Zelt von ein paar Keas angegriffen. Auch in der Nacht haben sie nach Nahrungsresten gesucht.

Immerhin haben sich diese Bergpapageien auch als Fotomotiv zur Verfuegung gestellt. 😉

Weiter ging es hoch und runter und hoch und wieder runter und so weiter… am Ende war ich dann oben am Porters Pass angekommen und von da an ging es dann nur noch bergab. Die ersten Kilometer der Abfahrt waren wieder recht steil, aber immerhin ging es ja nun bergab. Das rollen lassen war aber dennoch nicht gerade einfach.

Von den Southern Alps aenderte sich die Landschaft zu den flachen Canterbury Plains. Groesstenteils Farmland, dass mich bestimmt auch noch ein paar Tage auf meinem Weg entlang des Senic Inland Highways begleiten wird. Aber im Westen bieten sich immer wieder schoene Ausblicke auf die Southern Alps. Heute hatte ich das Vergnuegen einer steilen Abfahrt zu einer Bruecke ueber den Rakaia River mit anschliessendem Anstieg zurueck auf die urspruengliche Hoehe. Nunja… gehoert eben auch dazu. Aber die Aussicht auf den Fluss war echt super…und so richtig schoen blau war er….

Bis dann mal…. Henning

Die Suedinsel

Nun bin ich schon seit einigen Tagen auf der Suedinsel udn bisher gefaellt es mir hier deutlich besser, als auf der Nordinsel. In Piction hab ich den Tag in einem Hostel ausklingen lassen und dann ging es am naechsten Tag ueber Blenheim den SH63 nach oben. Der Ansteig war kaum spuerbar und fuehrte von einem Weinberg zum anderen. Nach etwas mehr als 100km erreichte ich dann einen kleinen Campingplatz, der vom Department of Conversation (DOC) betrieben wird. Das sind meist einfache Plaetze mit Plumpsklo und mit etwas Glueck Trinkwasser und meist sehr schoen in der Natur gelegen.

Am naechsten Tag ging es dann noch weitere 28km weiter nach St. Arnaud, wo ich meinem Rad mal wieder etwas Pause goennte und die Gegend etwas zu Fuss erkundetet.

 

Am naechsten Tag machte ich mich dann an eine Umrundung des Lake Rotoiti. Der Wanderweg ging sehr schoen durch natuerlichen Wald immer recht nah am Seeufer entlang. Am Ende des Sees musste ich dann durch den einfliessenden Fluss furten.

Auf der anderen Seite ging es dann wieder zurueck Richtung Campingplatz.

Nach 21 km hoerte der Wanderweg dann allerdings auf und es ging entlang der Strasse weiter. Das letzte Stueck hat mich dann ein netter Autofahrer mitgenommen.

In den beiden Tagen hab ich auch zum ersten mal Bekanntschaft mit den „sand flies“ gemacht. Mistige kleine Blutsauger. Aber immerhin hab ich mich tapfer geschlagen und einige der Biester erwischt, musste aber auch einiges an Stichen einstecken. Nun hab ich mir Spray, dass angeblich die Biester verbrieben soll gekauft und hoffe auf eine bessere Zukunft.

Henning

Die Hauptstadt

Gestern hat mich der Bus nach Wellington gebracht. Nachdemm ich ein Platz fuer mein Zelt gefunden und die Essenstasche wieder gefuellt hatte, hab ich mir noch das Nationalmuseum Te Papa angeschaut. Besonders ueberzeugt hat es mich nicht. Viel Show, wenig Inhalt. Immerhin hat es keinen Eintritt gekostet. Heute hab ich wieder mal ein deutsches Radlerpaerchen getroffen. Unsere Wege kreuzen sich seit Rotorua immer mal wieder. Gleich gehts dann mit der Faehre auf die Suedinsel. Wegen Regen hab ich die „Mittagspause“ heute mal in eine Burgerbude verlegt und hoffe auf besseres Wetter im Sueden.

Im Hintergrund sieht man das Bahnhofsgebaeude von Wellington und das flache Gebaeude im Vordergrund ist das Faehrterminal, an dem ich abgefahren bin.
Bis dann, Henning